SVR echauffiert sich über Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Lauber

Eine Szene erregte die Gemüter der Spieler und Verantwortlichen des SV Riet auch noch weit nach Spielende: der Elfmeter, den Sandro Aprigliano an Julian Trostel verschuldete, der zum 1:1 führte und letztlich dem TSV Kleinglattbach den Finaleinzug beim Stadtpokal im Elfmeterschießen ermöglichte.

Gündelbach. Pasquale Arena war nach Spielende kaum zu bremsen. „Diese Niederlage kann ich nicht verkraften. Der Stadtpokalsieg fehlt uns einfach. Und wir haben uns bei fast 40 Grad Celsius zwei Tage lang den Allerwertesten aufgerissen und dann bekommt man so einen lächerlichen Pfiff“, echauffiert sich der Spielertrainer des SV Riet nach der 1:3 (1:1)-Halbfinalniederlage nach Elfmeterschießen seines SVR gegen den TSV Kleinglattbach. „Schiedsrichter Tobias Lauber hat eindeutig die grüne Brille aufgehabt. Vor dem Foul von Sandro war es klar ein Foul von dem Kleinglattbacher.“

Was war passiert. Rund Mitte der zweiten Halbzeit des zweiten Halbfinals beim Vaihinger Fußball-Stadtpokal in Gündelbach kam es zum Laufduell zwischen dem Rieter Sandro Aprigliano und dem Kleinglattbacher Julian Trostel. Der SVR-Rechtsverteidiger hatte eigentlich schon den Körper reingestellt und wollte den Ball ins Aus trudeln lassen. Doch durch einen leichten Rempler kam Julian Trostel an Sandro Aprigliano vorbei und wurde vom Rieter zu Boden gerissen. Den Rempler hatten die SVR-Spieler und -Verantwortlichen als klares Foulspiel ausgemacht. Das ahndete aber Schiedsrichter Tobias Lauber, der Mitglied des TSV Kleinglattbach ist, allerdings nicht, sondern erst das Foul von Sandro Aprigliano an Julian Trostel und entschied auf Elfmeter. Den verwandelte der Gefoulte selbst zum 1:1-Ausgleich. „Julian hat den Oberkörper reingestellt“, nimmt es Kleinglattbachs Trainer Klaus Arnold gelassen. „Man kann die Regeln auch auslegen, wie man will.“

Bis dahin hatten die Rieter mit der 1:0-Führung durch einen von Johannes Gutjahr an Hakan Atalay und von Cihat Aytac verwandelten Elfmeter aus der ersten Halbzeit das Spiel unter Kontrolle. „Die Kleinglattbacher hatten durch die Fernschüsse von Marc Hahn und dem direkt getretenen Freistoß von Philipp Gutjahr, die jeweils knapp drüber gingen, zwar die besseren Chancen, wir hatten aber mehr Spielanteile“, berichtet Pasquale Arena. Die Rieter kamen nach dem Seitenwechsel nur noch einmal gefährlich vor den Kasten von Kleinglattbachs Torwart Tobias Linder. Filip Ristomanov bekam aber aus kurzer Distanz keinen Druck hinter den Ball.

In der ersten Halbzeit war es umgedreht. Da hatten die Kleinglattbacher etwas mehr Spielanteile, dafür die Rieter die besseren Chancen. Doch die Schüsse gingen meist knapp am TSV-Gehäuse vorbei. „Das Spiel war ziemlich ausgeglichen, aber unterhaltsam. Es gab Zweikämpfe, Emotionen – alles, was man sehen will“, berichtet Arnold.

Im Elfmeterschießen setzten sich dann die Kleinglattbacher durch. TSV-Mittelfeldregisseur Marc Hahn verwandelte zunächst sicher zum 2:1. SVR-Innenverteidiger, ein zuverlässiger Schütze in der Bezirksligarunde, zirkelte den Ball dann gleich mal links am Lattendreieck vorbei. Philipp Gutjahr tat es seinem Gegenüber aber gleich. Doch auch Filip Ristomanov schob den Ball links am Pfosten vorbei. Damit machte Julian Trostel den Finaleinzug der Kleinglattbacher perfekt, die heute um 19 Uhr auf den TSV Ensingen treffen. Die Rieter spielt um 18 Uhr im Spiel um Platz drei gegen Horrheim, haben aber angekündigt, nicht anzutreten.

Quelle: VKZ v. 01.07.2019