TSV Ensingen - TSV Kleinglattbach 1:0

TSV Ensingen holt mit einem 1:0 (1:0)-Finalsieg gegen den klassenhöheren TSV Kleinglattbach den Vaihinger Fußball-Stadtpokal

„Wir haben schon eine gute Saison gespielt. Aber so wie wir beim Stadtpokal aufgetreten sind, was für eine Einstellung wir gezeigt haben – ich bin begeistert.“ Trainer Siegfried Blum fehlen fast die Worte, nachdem sein TSV Ensingen den klassenhöheren TSV Kleinglattbach im Finale des Fußball-Stadtpokals mit 1:0 (1:0) geschlagen hatte.

Gündelbach. 27 Jahre ist es her, dass die Ensinger Fußballer zuletzt die Siegertrophäe beim Vaihinger Fußball-Stadtpokal in die Höhe gestreckt haben. Gestern Abend durfte Jens Fischer als Kapitän des TSV diesen Moment erleben. Ensingen hatte den TSV Kleinglattbach im Finale in Gündelbach mit 1:0 (1:0) besiegt. „Wir sind spielerisch nicht das beste Team bei diesem Turnier gewesen. Aber wir waren eine Mannschaft“, berichtet Trainer Siegfried Blum.

Das Finale begann nach anfänglichem Abtasten mit einem Aufreger. Die Kleinglattbacher bekamen den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum, so dass Dominik Urbani mit dem Rücken zum Tor an das Spielgerät kam. Thomas Haupt versuchte, dem Ensinger Flügelflitzer das runde Leder von hinten vom Fuß zu spitzeln, traf ihn dabei allerdings am Sprunggelenk. Und Dominik Urbani nahm die Einladung gerne an und ließ sich fallen. Der Schiedsrichter zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt. Den Elfmeter verwandelte Jens Fischer souverän zum 1:0. In der Folge ließen die Ensinger Ball und Gegner laufen. Das Einzige, was fehlte, war der Killerinstinkt. „Aber man kann eben nicht jung sowie schnell sein und die Erfahrung haben wie ein 30-Jähriger“, nimmt Blum seine Spieler in Schutz. Nach einer Ecke von Kevin Steinl verpasste Jan Kaupp ganz knapp am Fünfmeterraum. Kurz vor dem Pausenpfiff traf Steinl nach Kopfballverlängerung von Dominik Urbani nur das Außennetz.

Die Kleinglattbacher waren dagegen nur bei Standards gefährlich. Dominik Bahmers Kopfball wurde immer länger. Doch Ensingens Torwart Marvin Seizinger fischte ihn aus dem Eck. Und Niklas Götz traf am langen Pfosten nach einem Freistoß von Florian Rother nur das Außennetz. „Es geht ums Auftreten. So etwas Arrogantes und Großkotziges in der ersten Halbzeit“, echauffiert sich Kleinglattbachs Trainer Klaus Arnold. „Was würden wir denn machen, wenn wir gegen einen Bezirksligisten spielen würden. Wir würden Vollgas geben. Wenn man also als A-Ligist gegen einen B-Ligisten nicht selbst Vollgas gibt, hat man die falsche Sportart gewählt.“

Nach dem Seitenwechsel wurde der Druck der Kleinglattbacher größer. Richtig gefährlich wurde es für Seizinger im Ensinger Kasten aber weiterhin nicht. Die Elf von Trainer Arnold blieb meistens in der Ensinger Abwehr hängen. Nur ein Mal kamen sie durch. Philipp Gutjahr steckte den Ball in die Schnittstelle auf Marc Hahn durch. Der wollte vor dem Tor noch einmal auf Julian Trostel querlegen. Doch Robin Lehner stellte ein Bein dazwischen. Ansonsten waren es wieder nur Standards, die etwas von Gefahr ausstrahlten. Doch Bahmer verpasste nach Rother-Freistoß knapp. Und ein Freistoß von Gutjahr strich knapp am Pfosten vorbei. „Wir haben es noch nicht mal spielerisch gerafft“, bemängelt Arnold. „Unsere Offensive war Null.“

Die Ensinger verlegten sich in den zweiten 25 Minuten hauptsächlich aufs Verteidigen. Das ein oder andere Mal kamen sie aber mit Kontern durch. Doch Marvin Till verzog nach Vorarbeit von Dominik Urbani knapp. Und als Tobias Urbani vollkommen frei vor Tobias Linder auftauchte, schob er den Ball zwar am Kleinglattbacher Schlussmann, aber auch am Pfosten vorbei.

Quelle: VKZ v. 02.07.19