Maisch zieht eine „Todesgruppe“

Vaihingens OB lost Horrheim, Enzweihingen, Vaihingen und Kleinglattbach der Gruppe A des Stadtpokalturniers vom 1. bis 4. Juli in Ensingen zu. Vergleichbar leicht scheint Gruppe B mit Ensingen, Gündelbach, Riet und Roßwag/Mühlhausen.

 

Fußball. Gerd Maisch ist eigentlich prädestiniert, bei Fußballevents zu unterstützen. Der Vaihinger Oberbürgermeister spielte selbst bis zur B-Jugend Fußball im Verein – als Linksfuß in der Regel als Linksverteidiger. „Danach habe ich mich auf die Schiedsrichterei verlegt. Dort habe ich es immerhin bis zur Bezirksliga geschafft“, berichtet das Stadtoberhaupt. Dennoch durfte er erstmals als Losfee bei der Auslosung der Gruppen zum Stadtpokal agieren. „Noch mehr, als dass ich zum ersten Mal bei der Auslosung mitwirken darf, freue ich mich, dass nach 2019 endlich wieder ein Stadtpokalturnier stattfindet“, sagt Maisch. Um den Titel in Vaihingen wird in diesem Jahr vom 1. bis 4. Juli beim TSV Ensingen gespielt.

Als Losfee stieß der OB allerdings auf ein geteiltes Echo. „Es wird Zeit, dass wir einen neuen Oberbürgermeister bekommen“, antwortete Hans-Ulrich Rähmer, der Vertreter des TSV Enzweihingen, auf die Frage von Ensingens Abteilungsleiter Michael Staiger, was er von Maischs Händchen bei der Gruppenauslosung halte. Das Stadtoberhaupt hatte eine „Todesgruppe“, wie es gleich im Rund der anwesenden Vereinsvertreter hieß, gezogen. In Gruppe A treffen die B-Liga-Titelanwärter SV Horrheim, TSV Enzweihingen und VfB Vaihingen sowie der A-Ligist TSV Kleinglattbach aufeinander. „Das ist ein Todeslos. Von den vier Mannschaften in dieser Gruppe, will keine da drin sein“, erklärt auch SVH-Spielleiter Sascha Berger. „Zumindest kann keiner sagen, es wurde einem leicht gemacht oder geschenkt. Und wenn man den Pokal holen will, muss man gegen jeden gewinnen können.“

Vermeintlich leicht scheint im Vergleich zur Gruppe A die Gruppe B mit dem A-Ligisten SGM Roßwag/Mühlhausen, dem B-Liga-Titelanwärter TSV Ensingen sowie den weiteren B-Ligisten SV Riet und FC Gündelbach. „Es hätte uns schlimmer erwischen können“, berichtet SGM-Trainer Thomas Renz, der aber direkt warnt: „Es wird kein Selbstläufer, in dieser Gruppe weiterzukommen. Es besteht die Gefahr, dass man auf die Gegner schaut und denkt, alles laufe von selbst. Doch wir treffen nicht nur auf das Heimteam, sondern mit Riet und Gündelbach auf zwei gute Teams. Und wenn man dann ein frühes Gegentor kassiert, wird es noch schwieriger. Denn dann wird es auch für den Kopf richtig schwer.“

Quelle: VKZ v. 05.05.2022