Sommerfahrplan Aktive Mannschaften

Veröffentlicht: Montag, 15. Juli 2019 17:00 Drucken

Hier finden Sie alle Termine während der Vorbereitung unserer Aktiven Mannschaften:

- Di. 23.07.2019 - Trainingsauftakt

- So. 28.07.2019 - 12:00 Uhr - TSV - VfB Eppingen U19

- Di. 06.08.2019 - 19:30 Uhr - SV Horrheim - TSV

- So. 11.08.2019 - Testspiel gegen Möglingen - Spielort und Uhrzeit noch nicht bekannt

Stadtpokal 2019 in Gündelbach - Finale

Veröffentlicht: Dienstag, 02. Juli 2019 13:35 Drucken

TSV Ensingen - TSV Kleinglattbach 1:0

TSV Ensingen holt mit einem 1:0 (1:0)-Finalsieg gegen den klassenhöheren TSV Kleinglattbach den Vaihinger Fußball-Stadtpokal

„Wir haben schon eine gute Saison gespielt. Aber so wie wir beim Stadtpokal aufgetreten sind, was für eine Einstellung wir gezeigt haben – ich bin begeistert.“ Trainer Siegfried Blum fehlen fast die Worte, nachdem sein TSV Ensingen den klassenhöheren TSV Kleinglattbach im Finale des Fußball-Stadtpokals mit 1:0 (1:0) geschlagen hatte.

Gündelbach. 27 Jahre ist es her, dass die Ensinger Fußballer zuletzt die Siegertrophäe beim Vaihinger Fußball-Stadtpokal in die Höhe gestreckt haben. Gestern Abend durfte Jens Fischer als Kapitän des TSV diesen Moment erleben. Ensingen hatte den TSV Kleinglattbach im Finale in Gündelbach mit 1:0 (1:0) besiegt. „Wir sind spielerisch nicht das beste Team bei diesem Turnier gewesen. Aber wir waren eine Mannschaft“, berichtet Trainer Siegfried Blum.

Das Finale begann nach anfänglichem Abtasten mit einem Aufreger. Die Kleinglattbacher bekamen den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum, so dass Dominik Urbani mit dem Rücken zum Tor an das Spielgerät kam. Thomas Haupt versuchte, dem Ensinger Flügelflitzer das runde Leder von hinten vom Fuß zu spitzeln, traf ihn dabei allerdings am Sprunggelenk. Und Dominik Urbani nahm die Einladung gerne an und ließ sich fallen. Der Schiedsrichter zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt. Den Elfmeter verwandelte Jens Fischer souverän zum 1:0. In der Folge ließen die Ensinger Ball und Gegner laufen. Das Einzige, was fehlte, war der Killerinstinkt. „Aber man kann eben nicht jung sowie schnell sein und die Erfahrung haben wie ein 30-Jähriger“, nimmt Blum seine Spieler in Schutz. Nach einer Ecke von Kevin Steinl verpasste Jan Kaupp ganz knapp am Fünfmeterraum. Kurz vor dem Pausenpfiff traf Steinl nach Kopfballverlängerung von Dominik Urbani nur das Außennetz.

Die Kleinglattbacher waren dagegen nur bei Standards gefährlich. Dominik Bahmers Kopfball wurde immer länger. Doch Ensingens Torwart Marvin Seizinger fischte ihn aus dem Eck. Und Niklas Götz traf am langen Pfosten nach einem Freistoß von Florian Rother nur das Außennetz. „Es geht ums Auftreten. So etwas Arrogantes und Großkotziges in der ersten Halbzeit“, echauffiert sich Kleinglattbachs Trainer Klaus Arnold. „Was würden wir denn machen, wenn wir gegen einen Bezirksligisten spielen würden. Wir würden Vollgas geben. Wenn man also als A-Ligist gegen einen B-Ligisten nicht selbst Vollgas gibt, hat man die falsche Sportart gewählt.“

Nach dem Seitenwechsel wurde der Druck der Kleinglattbacher größer. Richtig gefährlich wurde es für Seizinger im Ensinger Kasten aber weiterhin nicht. Die Elf von Trainer Arnold blieb meistens in der Ensinger Abwehr hängen. Nur ein Mal kamen sie durch. Philipp Gutjahr steckte den Ball in die Schnittstelle auf Marc Hahn durch. Der wollte vor dem Tor noch einmal auf Julian Trostel querlegen. Doch Robin Lehner stellte ein Bein dazwischen. Ansonsten waren es wieder nur Standards, die etwas von Gefahr ausstrahlten. Doch Bahmer verpasste nach Rother-Freistoß knapp. Und ein Freistoß von Gutjahr strich knapp am Pfosten vorbei. „Wir haben es noch nicht mal spielerisch gerafft“, bemängelt Arnold. „Unsere Offensive war Null.“

Die Ensinger verlegten sich in den zweiten 25 Minuten hauptsächlich aufs Verteidigen. Das ein oder andere Mal kamen sie aber mit Kontern durch. Doch Marvin Till verzog nach Vorarbeit von Dominik Urbani knapp. Und als Tobias Urbani vollkommen frei vor Tobias Linder auftauchte, schob er den Ball zwar am Kleinglattbacher Schlussmann, aber auch am Pfosten vorbei.

Quelle: VKZ v. 02.07.19

TSV wieder im Stadtpokalfinale

Veröffentlicht: Montag, 01. Juli 2019 10:22 Drucken

SVR echauffiert sich über Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Lauber

Eine Szene erregte die Gemüter der Spieler und Verantwortlichen des SV Riet auch noch weit nach Spielende: der Elfmeter, den Sandro Aprigliano an Julian Trostel verschuldete, der zum 1:1 führte und letztlich dem TSV Kleinglattbach den Finaleinzug beim Stadtpokal im Elfmeterschießen ermöglichte.

Gündelbach. Pasquale Arena war nach Spielende kaum zu bremsen. „Diese Niederlage kann ich nicht verkraften. Der Stadtpokalsieg fehlt uns einfach. Und wir haben uns bei fast 40 Grad Celsius zwei Tage lang den Allerwertesten aufgerissen und dann bekommt man so einen lächerlichen Pfiff“, echauffiert sich der Spielertrainer des SV Riet nach der 1:3 (1:1)-Halbfinalniederlage nach Elfmeterschießen seines SVR gegen den TSV Kleinglattbach. „Schiedsrichter Tobias Lauber hat eindeutig die grüne Brille aufgehabt. Vor dem Foul von Sandro war es klar ein Foul von dem Kleinglattbacher.“

Was war passiert. Rund Mitte der zweiten Halbzeit des zweiten Halbfinals beim Vaihinger Fußball-Stadtpokal in Gündelbach kam es zum Laufduell zwischen dem Rieter Sandro Aprigliano und dem Kleinglattbacher Julian Trostel. Der SVR-Rechtsverteidiger hatte eigentlich schon den Körper reingestellt und wollte den Ball ins Aus trudeln lassen. Doch durch einen leichten Rempler kam Julian Trostel an Sandro Aprigliano vorbei und wurde vom Rieter zu Boden gerissen. Den Rempler hatten die SVR-Spieler und -Verantwortlichen als klares Foulspiel ausgemacht. Das ahndete aber Schiedsrichter Tobias Lauber, der Mitglied des TSV Kleinglattbach ist, allerdings nicht, sondern erst das Foul von Sandro Aprigliano an Julian Trostel und entschied auf Elfmeter. Den verwandelte der Gefoulte selbst zum 1:1-Ausgleich. „Julian hat den Oberkörper reingestellt“, nimmt es Kleinglattbachs Trainer Klaus Arnold gelassen. „Man kann die Regeln auch auslegen, wie man will.“

Bis dahin hatten die Rieter mit der 1:0-Führung durch einen von Johannes Gutjahr an Hakan Atalay und von Cihat Aytac verwandelten Elfmeter aus der ersten Halbzeit das Spiel unter Kontrolle. „Die Kleinglattbacher hatten durch die Fernschüsse von Marc Hahn und dem direkt getretenen Freistoß von Philipp Gutjahr, die jeweils knapp drüber gingen, zwar die besseren Chancen, wir hatten aber mehr Spielanteile“, berichtet Pasquale Arena. Die Rieter kamen nach dem Seitenwechsel nur noch einmal gefährlich vor den Kasten von Kleinglattbachs Torwart Tobias Linder. Filip Ristomanov bekam aber aus kurzer Distanz keinen Druck hinter den Ball.

In der ersten Halbzeit war es umgedreht. Da hatten die Kleinglattbacher etwas mehr Spielanteile, dafür die Rieter die besseren Chancen. Doch die Schüsse gingen meist knapp am TSV-Gehäuse vorbei. „Das Spiel war ziemlich ausgeglichen, aber unterhaltsam. Es gab Zweikämpfe, Emotionen – alles, was man sehen will“, berichtet Arnold.

Im Elfmeterschießen setzten sich dann die Kleinglattbacher durch. TSV-Mittelfeldregisseur Marc Hahn verwandelte zunächst sicher zum 2:1. SVR-Innenverteidiger, ein zuverlässiger Schütze in der Bezirksligarunde, zirkelte den Ball dann gleich mal links am Lattendreieck vorbei. Philipp Gutjahr tat es seinem Gegenüber aber gleich. Doch auch Filip Ristomanov schob den Ball links am Pfosten vorbei. Damit machte Julian Trostel den Finaleinzug der Kleinglattbacher perfekt, die heute um 19 Uhr auf den TSV Ensingen treffen. Die Rieter spielt um 18 Uhr im Spiel um Platz drei gegen Horrheim, haben aber angekündigt, nicht anzutreten.

Quelle: VKZ v. 01.07.2019

VKZ-Portrait Rocco Velardi

Veröffentlicht: Montag, 13. Mai 2019 10:27 Drucken

„Ich war froh, dem Team helfen zu können“

Als gelernter Mittelfeldspieler und Trainer der Reserve hütet Rocco Velardi monatelang das Tor der Kleinglattbacher A-Liga-Mannschaft

Rocco Velardi ist 39 Jahre alt. Doch das hat ihn in dieser Saison nicht davon abgehalten, für den TSV Kleinglattbach nochmal so richtig durchzustarten und den Torwartposten für ein paar Spiele zu übernehmen.

Kleinglattbach. Die drittbeste Defensive der Fußball-Kreisliga A 3, die Relegation war lange in Sichtweite – es könnte wahrlich schlechter laufen beim TSV Kleinglattbach. Nachdem der etatmäßige Stammkeeper Tobias Lindner sich verletzt hatte, sprang Rocco Velardi, gelernter Mittelfeldmann und aktuell Spielertrainer der zweiten Mannschaft, kurzerhand ein. Wie er es schafft, auch weiterhin auf einem solchen Niveau zu kicken, verrät er uns.

Mit 34 Gegentoren in 23 Spielen stehen die Fußballer des A-Ligisten TSV Kleinglattbach in dieser Saison gut da. Dass die drittbeste Defensive sich so nennen kann, hat aber auch mit Rocco Velardi zu tun, dem Ersatztorhüter des Tabellensechsten. Der 39-jährige macht keinen Hehl daraus, dass das nicht so ganz einfach ist: „Natürlich bin ich froh, überhaupt noch in der A-Klasse mitspielen und vor allem mithalten zu können. Es ist nicht selbstverständlich, in meinem Alter noch auf so einem Niveau spielen zu können. Aber umso mehr genieße ich das jetzt.“ Nachdem sich die etatmäßige und unumstrittene Nummer eins, Tobias Lindner, verletzt hatte, durfte unter anderem auch Velardi zwischen den Pfosten stehen.

Das Kuriose: Der Fußballer ist eigentlich gelernter Mittelfeldspieler. „In der Jugend war ich lange Zeit Torhüter. Doch im zweiten Jahr der A-Jugend wurde ich auch im Feld eingesetzt, bevor ich dann ab meiner aktiven Zeit im Mittelfeld zu Hause war“, berichtet er. Er sei zwar sporadisch eingesprungen, wenn Not am Mann gewesen sei, „aber prinzipiell kam das mehr oder weniger nur gelegentlich im Training oder bei Elfmeter-Turnieren vor“, erklärt der Kleinglattbacher. Da der Verein entschieden hatte, den Torwart der zweiten Mannschaft im Teamgefüge zu belassen, sprang kurzerhand der Mittelfeldmann aus der ebenfalls zweiten Mannschaft ein. Unter seinem damaligen Trainer Ulrich Hein hatte es so etwas ähnliches bereits gegeben, als er für sieben Spiele eingesetzt wurde. „Es war für mich klar, dass ich dann aushelfe. Ich will dem Verein etwas zurückgeben“, sagt Velardi. Dass es ihm ernst ist, zeigt auch die Tatsache, dass er das moderne Torwartspiel verinnerlicht hat. „Das ist heutzutage so wichtig. Es gibt heute keinen Kreisligatorwart mehr, der nur auf der Linie rumsteht. Das war früher ganz anders. Da ging es archaisch zu“, erzählt der Kreisligafußballer. Seine Fähigkeiten als Feldspieler haben ihm geholfen, das Gefühl für das Spiel zu bekommen. „Aber unser Stammtorwart macht das noch viel perfekter“, lobt er Linder.

Zwölf Einsätze hat der eigentliche Spielertrainer der zweiten Mannschaft des TSV für die erste Mannschaft nun absolviert. Und hielt dabei glänzend. Immerhin drei weiße Westen kann Velardi für sich verbuchen. Doch der gelernte Industriebuchbinder bleibt bescheiden. „Ich habe auch das Glück, dass meine Defensive eine absolute Bank ist. Durch die Reihe weg machen die Jungs einen klasse Job und verteidigen konzentriert. Auch als wir in etlichen Spielen zurücklagen, haben sie nicht aufgesteckt und viele Partien spät entschieden“, lobt er seine Mitspieler. Dass er den Platz so oft als Gewinner verlassen habe dürfen, sei der Mannschaft geschuldet. „Ich bin ja nur der, der eingreift, wenn es brenzlig wird“, sagt Velardi.

Doch die Saison hätte für den Kleinglattbacher kaum besser laufen können. „Ich habe ja anfangs die erste Mannschaft nur als Zuschauer beobachtet. Da hat man der Mannschaft angemerkt, dass die vorige Saison kräftezehrend war“, erklärt er. Zu diesem Zeitpunkt seien die Motivation und der Wille nicht mehr so da gewesen. „Doch wir haben uns sukzessive gesteigert und durch die richtigen Impulse im Training hat sich die Mannschaft wiedergefunden und ist nun auf einem guten Weg“, findet Velardi. Das enorme Potenzial der Mannschaft habe der 39-Jährige ja ohnehin länger beobachten können: „Da die zweite Mannschaft mit der ersten zusammentrainiert, hat man das schnell bemerkt“, erzählt er. Trotz allem: Velardi hat sich der ersten Mannschaft verschrieben und will seinen Fokus auch weiterhin auf diese legen. „Ich bin Spielertrainer und auch diese Jungs sind allesamt großartig.

Doch wie macht Velardi das alles? Zwei Mal pro Woche Training, dazu seine Tätigkeit als Trainer und seinen Job. Und die Familie will auch noch etwas von ihm haben. „Es geht eigentlich ganz gut bei mir“, erklärt der Kleinglattbacher. „Meine Frau toleriert das bisher und obwohl die Tätigkeit als Spielertrainer zeitintensiver ist, bleibt genug Zeit für Anderes. Denn ich arbeite nur vormittags und kann mich so am Nachmittag auf Fußball konzentrieren. Sollte es einmal nicht klappen, ist das Trainerteam aber auch nicht böse, wenn ich einmal aussetze.“ Als gelernter Industriebuchbinder stellt Velardi Maschinen ein, die Magazine und Kataloge binden. Außerdem ist er Ausbilder und somit für die Weiterbildung und Qualifikation seiner Mitarbeiter zuständig. „Im Moment ist alles recht entspannt. Dass die Welt anders aussieht, wenn einmal Nachwuchs da ist, ist aber auch logisch“, stellt der Fußballer klar. „Da ändert sich dann der Fokus. Auch als Spielertrainer vollziehe ich langsam, aber sicher den Wechsel.“ Wie er in seinem Alter noch so leistungs- und konkurrenzfähig und vor allem fit ist? „Ich hatte früher Trainer, die den Wald nicht nur zur Naherholung genutzt haben“, scherzt er. „Da ist die körperliche Substanz ein Stück weit noch da. Außerdem blieb ich weitestgehend von Verletzungen verschont. Es ist schon auffälliger, dass es öfter mal nicht mehr so gut geht und ich nach einem Spiel oder Training länger regenerieren muss. Aber da muss man lernen, das zu steuern und in sich selbst reinzuhören. Und natürlich auch privat mehr zu machen, um sich fit zu halten“, erklärt der Buchbinder.

Auch über seine sportliche Zukunft hat sich der Kicker schon Gedanken gemacht. Nachdem Stammtorhüter Linder nun seit der Rückrunde wieder einsatzbereit ist, will Velardi keinerlei Ansprüche an einen Stammplatz stellen. „Ich war immer froh, der Mannschaft helfen zu können. Ich war immer froh, in der A-Klasse spielen zu dürfen. Aber ich wusste auch immer, dass Tobi unsere Nummer eins ist. Da gibt es auch nichts, wofür man sich schämen müsste. An ihm sind schon ganz andere gescheitert“, sagt er lachend. Mit dem Alter sehe man das etwas gelassener. „Sicher, ich bin Fußballer und damit auch ehrgeizig. Aber meine Zeit als Feldspieler ist vorbei. Ich bin in der zweiten Mannschaft genauso glücklich“, erzählt der 39-Jährige. Am Ende sei das Wichtigste, Spaß zu haben. Velardi hat aber längst noch nicht abgeschlossen mit dem Fußballsport: „Selbstverständlich will ich, solange es geht, oben mitspielen und den Ehrgeiz vorleben. Wenn es soweit ist, dass ich sage, dass mir das Ergebnis egal ist, höre ich auf“, erzählt er.

Solange er seiner Mannschaft nicht zur Last falle, sei alles gut. Da sei es auch klar, dass er ab und zu aufgezogen werde. „Aber meine Mitspieler wissen, was sie an mir haben. Das ist rein freundschaftlich“, sagt Velardi.

Quelle: VKZ